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Regensburg
Musik in Regensburg
Tage Alter Musik | Tage Alter Musik in Regensburg |
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Die zahlreichen, teils über 2000 Jahre alten historischen Räume, Säle, Kirchen und Innenhöfe die Regensburg besitzt bieten ein perfektes Ambiente, das jährlich stattfindende Musik-Festival Tage Alter Musik zu feiern. Was in den Weltmetropolen New York, London, Amsterdam schon lange ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens ist, wird in Regensburg zu einer traumhaften Symbiose von historischem Ambiente und historischen Konzerten beim Festival Tage Alter Musik.Wie entstanden die Tage alter Musik in Regensburg?Noch während der Studienzeit 1983 planten die drei ehemaligen Regensburg Domspatzen Ludwig Hartmann, Christof Hartmann und Stephan Schmid das erste Festival mit 5 Konzerten an drei Tagen welches dann im Mai 1984 erstmalig stattgefunden hat. Große Entwicklungssprünge hat das Festival seitdem gemacht. So werden heute regelmäßig 14 Konzerte organisiert, und gleichzeit eine internationale Verkaufsausstellung mit Nachbauten historischer Instrumente, entsprechendem Notenmaterial, Büchern und CDs im Salzstadl an der Steinernen Brücke organisiert. Der Veranstalter Pro Musica Antiqua hat 1998 Paul Holzgartner zum Geschäftsführer gewählt, Ludwig Hartmann und Stephan Schmid, zwei der Gründer sind heute für die Künstlerische Leitung und inhaltliche Ausrichtung der Tage Alter Musik in Regensburg zuständig. Die Konzertreihe und ihre historische Aufführungspraxis zieht jährlich weltweit Besucher nach Regensburg. Was bedeutet Historische Aufführungspraxis?Die historisch informierte Aufführungspraxis (engl. historically informed performance practice, kurz HIP) hat das Ziel die Musik vergangener Epochen mit möglichst authentischen Musikinstrumenten aus jener Zeit entsprechend darzustellen. Allerdings ist es mit altem Instrumentarium allein nicht getan. Es ist die historische Spieltechnik und das Wissen um die damaligen künstlerischen Gestaltungsmittel der Orchester und Musiker, die eine historische Aufführungspraxis alter Musik ausmacht. Die Alte Musik bezieht sich dabei auf musikalische Werke des Mittelalters, Musik der Renaissance und aus der Barock-Zeit. Allerdings nicht aus der Antike, wie Georg Norberg, Ltg. Gitarreninstitut befügt: "diese Musik wird als Frühe Musik bezeichnet" Das Intrumentarium der Alten MusikWenn man heute auf Instrumenten wie Gamben, Krummhörnern oder auch Zinken spielen will müssen die sehr wenigen noch erhaltenen Original-Stücke zunächst einmal von Intrumentenbauern kopiert werden, denn die Originale sind größtenteils nicht mehr spielbar. Das erlernen eines solchen Musikinstrumentes ist im herkömmlichen Musikunterricht an Musikschulen nicht mehr ohne weiteres möglich, da einfach die Kontinuität der Lehrtradition unterbrochen ist. An den Musiker stellt das Erlernen daher ein hohes Maß an musikalischen Fähigkeiten, denn er muss sich das Instrument allein im Selbststudium beibringen ( Autodidakt) und Quellenstudium betreiben. Kritiker bezweifeln allerdings die Möglichkeiten auf heutigen Kopieen der Originale authentische historische Aufführungspraxis, da viele Details nicht mehr so umgesetzt werden können.Die Stimmung der historischen Instrumenteim Jahr 1858 wurde auf der ersten internationalen Stimmkonferenz in Paris der heutige Kammerton a1 einheitlich auf 440 Hz festgelegt. Vorher wurde mit einem deutlich tieferen Kammerton musiziert. Allerdings spielte damals auch ein sogenannter Chorton eine wichtige Rolle für geistliche Vokalmusik der etwa einen Ganztonschritt höher lag als der damalige Kammerton.Will mann die mitteleuropäische Barockmusik authentisch spielen so ist eine Stimmung des Kammertons a1 auf 415 Hz wichtig. In anderen Ländern gab es damals Stimmungen von 466 Hz (italienisches Barock) und 392 Hz in Frankreich. Die meisten Stimmgeräte unterstützen einen Umfang des Kammertons von 420 bis 460 Hz. Bevor die allgemeine Einführung der gleichstufigen Stimmung, auch wohltemperierte Stimmung genannt, eingeführt wurde verwendete man verschiedene Stimmsysteme. Dadurch haben verschiedene Tonarten einen unterschiedlichen Klangcharakter gehabt. In der historischen Aufführungspraxis bedient man sich heute wieder ungleichstufiger Stimmungen um den Tonartencharakter der Alten Musik hörbar zu machen. Tempo und Spielweise der alten NotationNeben den anderen Tonarten bestimmte der Dirigent des Orchesters bzw. Ensembles die Geschwindigkeit (Tempo, Tempi) anhand seines Pulsschlages. An den Musiker waren hohe Anforderungen gestellt, denn die Notation war eher rudimentär gehalten. Der Musiker konnte Phasierungen und Verzierungen dem Werk selbst hinzufügen. Es wurde auch zum Beispiel vorrausgesetzt, dass die ausübenden Musiker wussten, wie und wann ein Tempowechsel auszuführen war. nähere Informationen zum Festival Tage Alter Musik Regensburg erhalten Sie auf www.tagealtermusik-regensburg.de |