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Bericht Musikmesse Frankfurt 2008 PDF Drucken E-Mail
Ein Schülerbericht von Patrick zur Musikmesse Frankfurt 2008:

Gitarren, Amps und Autogramme – Die Frankfurter Musikmesse `08

Es war halb fünf Uhr morgens auf einem Parkplatz mitten im Gewerbepark Regensburg. Alles war still, die letzten Nachtschwärmer waren schon lang nach Hause getorkelt, nur vor einem Geschäft regte sich etwas: vor dem Sound-Aktuell standen zwei Busse und warteten. Nach und nach trafen Autos ein: zu früh für die ersten Verkäufer, aber zu spät für die letzten Kneipenbesucher. Verschlafen stiegen die Insassen in die Busse, die sich langsam füllten. Um halb sechs setzten sich die Busse schließlich in Bewegung: die Fahrt zur Musikmesse in Frankfurt hat begonnen!

Da die Musikmesse jedes Jahr mit vielen Gitarren und Amps, Stars und Sternchen für uns Gitarristen sehr interessant ist, freuten wir uns schon sehr. Vier Stunden (und einige vergebliche Versuche, einzuschlafen) später waren wir da. Wir hielten auf einem uns unbekannten Parkplatz und mussten noch einige Minuten gehen, bevor wir zu den Kassen kamen. Nachdem wir unsere Karten bekommen hatten und die erste Halle auf der Frankfurter Musikmesse betraten, stellten wir fest, dass wir am falschem Ende des Messegeländes waren. Hier gab es nur Lichteffekte! Natürlich brauchen wir so was langsam auch mal für unsere Band (FenFire, unbedingt mal anschauen!) Aber da hatten wir schon recht klare Vorstellungen, was wir wollten. Nachdem wir noch nie in diesem Bereich des Messegeländes waren, verirrten wir uns natürlich zuerst mal. Nach einigem herumirren im Lichtbereich (wobei hier das erste Instrument, das wir sahen eine Akustikgitarre war, was wir als schlechtes Omen betrachteten) fanden wir in die wichtigen Bereiche, und trafen kurz vor Rage in Festivalzelt, der Agora-Stage ein.


Die Agora-Stage auf der Frankfurter Musikmesse

Hier gab es drei Bühnen: Auf einer spielte ein uns unbekannter Gitarrist, eine war von einem Vorhang verhüllt, und eine schon beleuchtet und benebelt. Wir stellten uns auf gut Glück vor die beleuchtete Bühne, aber leider spielten Rage auf der anderen noch freien, die am anderen Ende der Halle lag. Wir standen also ganz weit hinter (Das schlechte Omen begann zu wirken!) Trotzdem hat uns der Gig sehr gut gefallen. (Rage haben fast so gut gespielt wie wir normalerweise) Dann ging es in die Hallen. Zunächst ging es zum Marshallstand, da uns natürlich klar ist, dass Marshall, (und nicht, wie Georg behauptet, Engl) die einzig wahre Verstärkermarke ist.

Was die Gitarrenhersteller an den Ständen alles zu bieten hatten...

Dann, nachdem wir uns Poster und Taschen geholt hatten die es auf der Musikmesse haufenweise gibt, und beschlossen hatten, welche Amps wir uns als nächstes kaufen wollten, zogen wir weiter, um für Flo eine neue Gitarre zu suchen. Die einzigen Gitarrenmarken, die dafür in Frage kamen, waren ESP, Jackson und Dean. Zunächst suchten wir den Jacksonstand, den wir dann auch bei Fender fanden. Leider gab es hier nur etwa 20 Gitarren, von denen uns keine wirklich gefiel. Dann machten wir uns nach einem kleinen Abstecher bei ESP auf die Suche nach Dean, aber wir fanden den Stand nicht! (Sicher wieder die Akustikgitarre) Unsere Verzweiflung darüber wuchs noch, als uns einfiel, dass an diesem Stand in kurzer Zeit Michael Angelo Batio, mein absoluter Lieblingsgitarrist, spielen würde. Schließlich gaben wir die Suche auf und gingen wieder zum ESP-Stand. Hier würden in wenigen Minuten, um zwölf Uhr, Alexi, Roope und Hennka von den Children Of Bodom zur Autogrammstunde anwesend sein. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, also stellten wir uns am Ende der schon etwa 100 Meter langen Schlagen an. Dann hieß es warten. Kurz nach uns kamen auch, wie erwartet, die zwei Gitarristen und der Bassist, wie uns Andy, den wir immer wieder nach vorne schickten, weil wir nichts sehen konnten, berichtete.

Kurz darauf erzählte er uns, dass sich viele Leute vorne in die Schlange hineindrängelten, weswegen alles so langsam ging. Seinen Vorschlag, es ebenso zu machen wiesen wir natürlich entrüstet zurück. Dann hieß es wieder warten. Und warten. Und warten. Nach einer Stunde gaben Andy und Flo auf, weswegen ich ab da alleine wartete. Schließlich, nach etwa zwei Stunden Schlange kam ich vorne an, und holte mir meine Autogramme. Das Warten hatte sich gelohnt!


Mittagspause auf der Musikmesse Frankfurt

Dann beschlossen wir, eine kleine Pause zu machen und etwas zu essen, bevor wir uns wieder ins Getümmel stürzten Nach einer kleinen Zwischenmahlzeit gingen wir wieder in die Halle, um uns für die nächsten Autogramme anzustellen: Stefan Elmgren und Oskar Dronjak von HammerFall wollten zum Jacksonstand kommen. Da wir eine halbe Stunde vor ihnen da waren und dadurch ganz am Anfang der Schlange standen, hielt sich die Wartezeit in Grenzen. Als wir unsere Autogramme hatten, machten wir uns nochmals auf die Suche nach dem Deanstand, und wir fanden ihn jetzt auch! Natürlich war Michael Angelo's Konzert schon vorbei, aber Flo zeigte sich auch sehr begeistert von den Deangirls, die auf der standeigenen Bühne neue Gitarren vorstellten. Dann kam der beste Moment des Tages: Bei den Gitarren trafen wir den Meister, Michael Angelo Batio! Er ließ mich sogar ein Foto mit ihm machen! Außerdem fanden wir hier am Stand Flos neue Traumgitarre, die Dean Angel Of Deth, die Dave Mustaine auf seiner aktuellen Tour Nach diesen großartigen Momenten setzten wir uns wieder ins Freie, ließen uns von Andy Pommes spendieren, überlegten, ob wir uns noch Yngwie-Malmsteen-Autogramme holen sollten, beschlossen aber, nur unsere Zeit für ihn zu opfern, wenn er live spielte, und tauschten Tipps aus, um die Wirkung von Wodka zu erhöhen (den Wodka löffeln, Milch nachtrinken etc).


Die Frankfurter Musikmesse neigt sich dem Ende zu...

Abschließend schauten wir noch kurz zu Yngwie, aber da er nur signierte gingen wir langsam zum Bus zurück. Die Rückfahrt kam mir wie letztes Jahr schon sehr lang vor, aber wir verkürzten die Zeit mit einigen Flaschen Bier und kamen um halb elf wohlbehalten in Regensburg an. Ein schöner Tag ging zu Ende, und wir waren sicher, dass wir nächstes Jahr wieder mitfahren wollten, zur weltweit wichtigsten Musikmesse in Frankfurt.

 
 
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