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Die Gitarre | Die Gitarre |
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Seite 3 von 5 Das Ende einer Langen Entwicklung der Gitarre?Die Gitarre in der Renaissance, Barock und RomantikZum ersten Mal taucht in Skipten aus dem 16. Jahrhundert ein Instrument auf, dass Gitarre genannt und auch eigenständig als Gitarre beschrieben wurde. Die Musik des 17. Jahrhunderts ist zum großen Teil in Form von Tabulaturen (manche sprechen von Tabulatoren, oder Tabolaturen, kurz: Tabs) überliefert, nach denen, neben einigen damals sehr berühmten Berufsmusikern, auch viele Laien spielen konnten. In der Barockzeit wurde die Musik jedoch akkordlastiger. So schaffte es nur die Guitarra mit den entsprechend nötigen baulichen Anpassungen. Die Vihuela starb in dieser Zeit leider aus. Auch diese Entwicklung vollzog sich auf spanischem Boden, mit geprägt durch Gaspar Sanz und seine Gitarrenschule („Instrucción de música sobre la guitarra española“). So wurde die Gitarre mit der Zeit als „Guitarra española“ – nun fünfchörig – bezeichnet. Mit dem Fortschreiten des Barock tendierte die Spielweise wieder vom „rasgueando“ (dem Schlagen von Akkorden, Spanische Anschlagstechnik), hin zum kontrapunktischem Spiel, dem „punteando“ (J. S. Bach – Burrée in E-moll), bis ein endgültiger Bruch schließlich in die Frühklassik hineinragte. Während dieser Zeit änderte sich die Besaitung der Gitarre ständig, da nun die Melodie, als tragendes Element, in den Vordergrund trat und viel experimentiert wurde, um neue Erfahrungen zu sammeln. Auf diese Weise wandelte sich die fünfchörige Barockgitarre letztendlich zur sechssaitigen Gitarre des 19. Jahrhunderts, mit einer robusteren und im Vergleich zu den vielen Verzierungen der Barockgitarre praktisch funktionaleren Bauweise. Für den Klang bedeutsam war der Einbau von Resonanzleisten, welche die Schwingungen auf den gesamten Die Gitarre in der klassischen EpocheIhre klassische Epoche durchlebte die Gitarre hauptsächlich im deutschsprachigen (Wien) und französischsprachigen (Paris) Raum. Die Hauptkomponisten für das Instrument waren neben vielen Anderen in Paris Fernando Sor (1778–1839), Dionisio Aguado (1784–1849) und Napoléon Coste (1805–1883) sowie in Wien Mauro Giuliani(1781–1828) und Johann Kaspar Mertz (1806–1856). Schon in der Romantik führen jedoch einige Entwicklungen wieder nach Spanien. Der Gitarrist Francisco Tárrega (1852–1909) beschritt dort mit seinen bis heute üblichen Griff- und Anschlagtechniken neue Wege. Zur gleichen Zeit vervollkommnete der Gitarrenbauer Antonio de Torres (1817–1892) die Gitarre in Form und Abmessungen, Anordnung der Resonanzleisten und mechanischen Details. Zwar gab es im 20. Jahrhundert – auch bedingt durch elektronische Technologien – viele Neuerungen, doch deren Auswirkungen werden sich erst zu einem späteren Zeitpunkt abschließend beurteilen lassen. Die Torres-Gitarre ist bis heute die Grundlage einer jeden klassischen Konzertgitarre geblieben. |
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