Dienstag November 21 , 2017
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Diatonik Tool

Ein Teilgebiet unserer erfolgreichen Gitarrenausbildung ist die verständliche und einfache Vermittlung komplexer Zusammenhänge in der Musik. Vorallem die Musiktheorie ist ein Kapitel, welches sich besonders Hobbymusikern häufig verschließt. Dabei könnten harmonische Zusammenhänge wesentlich praxisnaher und damit leichter verstanden und umgesetzt werden, wenn mit Konzept und Plan gearbeitet wird. Das Diatonik Tool ist eine Entwicklung von Georg Norberg, der sich intensiv mit Musiktheorie auseinandersetzt und besonders großen Wert auf Praxisnähe in seinen Theoriekursen legt. Grundlage dafür ist ein einfaches, anschauliches Bild harmonischer Zusammenhänge der Diatonik. Mit dem Diatonik Tool lässt sich ein solches leicht darstellen.

Das Diatonik Tool gibt Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Akkorde passen zusammen?
  • In welcher Tonart steht das gesuchte Lied?
  • Wie viele, und welche Vorzeichen hat z. B. die Tonart E-Dur?
  • Welche Akkorde kann ich in E-Mixolydisch spielen?
  • Welche Noten werden in A-Dorisch gespielt?
  • Wie transponiere ich einen E-Dur Song nach A-Dur?
  • Wie kann ich mit Kirchentonleitern bzw. Modes komponieren und spielen?
  • Wie kann ich in E-Lokrisch improvisieren?

 

Diatonik Tool in Grundstellung C-Dur (Ionisch) 

 

Stufen: 

 
















 

 

Wie ist das Diatonik Tool aufgebaut? 

Wenn Sie diese Seite öffnen steht das Diatonik Tool in der Grundstellung. In dieser Ansicht zeigt es uns die Tonart C-Dur (im Tool C Ionisch) an. Die farblich markierten Zeiger verweisen auf einzelne Grundtöne, nämlich c, d, e, f, g, a, b und c, welche die Bestandteile der C-Dur-Tonleiter sind. Dabei verzichten wir auf den im deutschsprachigen Raum verwendeten Notennamen "H", dieser ist und bleibt die Note B. Auf der ersten Stufe sehen wir einen C-Dur Akkord, bestehend aus dem Grundton C und aus dem grünen Zeiger mit dem Buchstaben "D", der das Dur kennzeichnen soll. Die zweite Stufe zeigt einen Dmoll Akkord an, bestehend aus dem Grundton D und einem blauen Zeiger der mit einem "m" für Moll beschriftet ist. Die Farben der Zeiger sind nicht zufällig gewählt; sie helfen dabei, das Tongeschlecht schneller zu erkennen und tragen damit zur Übersichtlichkeit bei. Grün steht dabei für das fröhlich klingende Dur, Blau hingegen kennzeichnet das eher traurig klingende Moll. Der graue Zeiger verweist auf den Verminderten Akkord, der auch mit "°" dargestellt wird.

 

Wie wird das Diatonik Tool benutzt?

Das Diatonik Tool erfüllt sehr viele Zwecke auf einmal. Konzentrieren wir uns zuerst auf einen einfachen in folgendem Szenario:

Wir haben ein Lied mit den Akkorden C-Dur, F-Dur und G-Dur. Das Lied hat eine Gesangsmelodie, die für uns aber leider zu tief ist um sie schön singen zu können. Wenn wir das Lied etwas höher singen wollen müssen unsere Akkorde in eine andere Tonart transponiert werden. Dazu scrollen wir den unteren Bereich mit den Grundtönen einfach etwas nach rechts, bis der Ton "d" am Anfang steht. Der erste Akkord ist jetzt ein D-Dur der zusammen mit G-Dur und A-Dur als Begleitung für unser Lied gespielt wird um es einen Ganzton höher zu singen.

Nun möchte ich wissen, aus welchen Tönen die Tonart D-Dur besteht. Dazu muss ich nur einen Blick auf die farbigen Zeiger und die darunterliegenden Notennamen werfen. Jeder Ton auf den ein Zeiger verweist gehört zu meiner D-Dur-Tonleiter. Sie besteht also aus den Tönen d, e, f#, g, a, b, c#, d.